Nordbayerischer Handdruckspritzenwettbewerb

Gründung der Handdruckspritzenwettbewerbe

 

Die Wettbewerbe für alte Handdruckspritzen wurden 1985 von SKH Max Markgraf von Baden in Schloß Salem ins Leben gerufen, weil sie unter anderem die technischen Leistungen früherer Generationen zeigen. Sie machen darüber hinaus bewusst, wie hoch der persönliche körperliche Einsatz unserer Väter und Großväter war, um ihren Nächsten in der Not zu helfen. Ihnen waren damals sicherlich viele Gefahren noch unbekannt, wie sie sich aus dem motorisierten Verkehr oder der modernen Technik ergeben. Dennoch sahen sie sich Situationen gegenüber, die nur mit beispiellosem Mut und unter Einsatz der ganzen Person zu meistern waren.

Während die Feuerwehren alle Möglichkeiten der modernen Technik im Fahrzeug- und Gerätebau einschließlich Elektronik und Automation für einen raschen und wirksamen Einsatz nutzen, wächst zugleich die Bewunderung für die Handdruckspritzen, mit denen einsatzfreudige Mannschaften schon im vorigen Jahrhundert bemerkenswerte Leistungen erbrachten.

Diesen kulturhistorisch bedeutsamen Geräten ist der Wettbewerb gewidmet. Er soll auch dazu anregen, noch vorhandene alte Handdruckspritzen zu erhalten und zu pflegen.

 

Nordbayerischer Handdruckspritzenwettbewerb

 

Da auch in Atzmannsricht die Feuersbrunst ein Stück Geschichte (siehe hierzu Chronik) schrieb, wurde anlässlich des 150 Jahre zurück liegenden Dorfbrandes 1996 ein Dorffest gefeiert.

Hierbei wurde u.a. auch eine Schauübung mit unserer historischen Handdruckspritze durchgeführt. Neben Exerzierübung und Alarmierung mit Trompetensignal wurde der Löscheinsatz durch Muskelkraft an der Handdruckspritze vorgeführt. Aufgrund der positiven Resonanz aus der Bevölkerung wurde durch die Vorstandschaft der Entschluss gefasst, sich weiter der historischen Handdruckspritze zu widmen.

Im Folgejahr nahm die Wehr am Wettbewerbe für alte Handdruckspritzen in Schloß Salem teil. Neben vielen positiven Eindrücken konnten vor allem Erfahrung und Information gesammelt werden und das Wohlwollen der Organisatoren gefunden werden.

Aus Anlass des 100jährigen Gründungsfestes im Jahr 2000 wurde der Entschluss gefasst, den Nordbayerischen Handdruckspritzenwettbewerb ins Leben zu rufen.

Dies erfolgte in Abstimmung mit dem Hauptorganisator Museumsleiter Herrn Ziegler vom Schloss Salem, der maßgeblich die Richtlinien für die Durchführung mitbestimmte.

 

Wertungskriterien

 

Beim Wettbewerb werden durch unabhängige Schiedsrichter die Mannschaften nach folgenden Kriterien bewertet:

  • geförderte Wassermenge in 4 min

  • Spritzweite

  • Herstellungsdatum der Spritze

  • Originalität des Gerätes

  • Erscheinungsbild der Mannschaft unter Berücksichtigung des Herstellungsdatums des Gerätes

  • Auftreten und Befehlsgebung während des Wettkampfes

 

Wanderpokal

 

Die Durchführung des Nordbayerischen Handdruckspritzenwettbewerbes ist jährlich geplant. Dem Sieger wird ein vom ehemaligen Landrat Dr. Hans Wagner gestifteten Wanderpokal überreicht. Dieser verbleibt bis zum Mai des Folgejahres beim Sieger und wird anschließend an den Gründungsverein Feuerwehr Atzmannsricht zurückgegeben.

Bewerbung

Die Ausrichtung des Nordbayerischen Handdruckspritzenwettbewerbes ist allen Vereinen in Nordbayern möglich. Bewerbungen zur Ausrichtung können an den 1. Kommandanten Reinhard Kraus gerichtet werden. 

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FF Atzmannsricht
Atzmannsricht 25
92274 Gebenbach

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